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Hausarbeit auf vielen Schultern verteilen

Gerade Frauen, die Ihren Beruf schon eine längere Zeit unterbrochen haben, sehen die Erledigung der Hausarbeit oft als ihre alleinige Aufgabe an. Damit ihnen der Wiedereinstieg gut gelingt, sollte das aber zu einer Angelegenheit der ganzen Familie gemacht werden:

  • Nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie offen über Ihre Wünsche und Ideen.
  • Beraten Sie gemeinsam, wer was wann macht und wie Sie das verbindlich regeln können.
  • Trauen Sie Ihrem Partner und Ihren Kindern etwas zu – und lassen Sie Eigenständigkeit zu. Kinder können beispielsweise nicht nur ihr Zimmer aufräumen, sondern – je nach Alter – auch schon mal Staubsaugen, den Müll wegbringen oder beim Abwasch helfen.

Und noch ein Tipp: Neue Situationen müssen sich einspielen. Perfektionsdrang ist dabei wenig hilfreich. Leben Sie damit, wenn der Haushalt nicht mehr hundertprozentig nach Ihren Vorstellungen funktioniert!


Bezahlte Hilfen

Durch zusätzliche, haushaltsnahe Hilfen können Sie sich im Alltag entlasten. Auch wenn das etwas Geld kostet: Betrachten Sie die Hilfe als Investition in Ihre berufliche Zukunft. Dadurch können Sie vielleicht länger arbeiten, was sich positiv auf Ihr Einkommen, Ihre Berufsperspektiven und Ihre Alterssicherung auswirkt. Und Sie schaffen sich Freiraum, um trotz Berufstätigkeit genügend Zeit für sich selbst und Ihre Familie zu haben.

Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen lassen sich zu folgenden Bedingungen von der Steuerschuld abziehen:

  • Minijobs ("450-Euro-Jobs"): Zwanzig Prozent der Aufwendungen, höchstens 510 Euro im Jahr; erforderlich ist eine Bescheinigung der Minijobzentrale auf der Basis des Haushaltscheckverfahrens.
  • andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, zu denen auch Pflege- und Betreuungsleistungen zählen: Bis zu 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens insgesamt 4.000 Euro, können von der Steuerschuld abgezogen werden.

Haushaltsnahe Dienste können Sie auch über „Dienstleistungspools” stundenweise, täglich, wöchentlich oder als Einmal-Einsatz – beispielsweise wenn Sie krank sind – buchen.


Absicherung durch die Minijob-Zentrale

Bei Minijobs im Haushalt übernimmt die Minijob-Zentrale bei der Anmeldung automatisch eine Unfallversicherung. Eine Berufshaftpflichtversicherung muss die Haushaltshilfe separat abschließen.

Wird Ihre Haushaltshilfe krank, müssen Sie den Lohn fortzahlen, bekommen aber 80 Prozent des Gehaltes von der Minijob-Zentrale rückerstattet (bei Schwangerschaft sogar 100 Prozent). Der Beitrag für die Lohnfortzahlung beträgt übrigens 0,7 Prozent des Arbeitsentgeltes.

Der finanzielle Unterschied zwischen "schwarz" und legal beschäftigten Haushaltshilfen ist entgegen landläufiger Ansicht nur geringfügig und Sie sichern dazu noch Ihre Hilfe ab.


Au-Pair

Vielleicht kommt für Sie auch ein Au-pair zur Unterstützung bei der Hausarbeit und Kinderbetreuung in Frage. Um ein Au-pair beschäftigen zu können, gelten einige Regeln:

  • Im Haushalt muss mindestens ein Kind unter 18 Jahren leben.
  • Sie können dem Au-pair ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen.
  • Ein Elternteil muss deutscher Staatsbürger sein und die gesprochene Muttersprache in Ihrer Familie ist Deutsch, damit das Au-pair seine Deutschkenntnisse vertiefen kann.
  • Die Mithilfe im Haushalt darf 30 Wochenstunden nicht überschreiten und soll so organisiert sein, dass ihr Au-pair regelmäßig Sprachkurse besuchen kann und ausreichend Gelegenheit für Freizeitaktivitäten hat.
  • Sie übernehmen die volle Verpflegung, Taschengeld in Höhe von monatlich 260 Euro, Versicherungsleistungen (Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung) sowie die Fahrtkostenkosten zum nächstgelegenen geeigneten Sprachkurs.
  • Sie sollten auch die Kosten für einen Sprachkurs übernehmen und/oder sich an den Kosten für die An- und Abreise des Au-pairs beteiligen.
  • Ein Au-pair-Verhältnis dauert mindestens 6 Monate und höchstens 12 Monate.

 

 

(zuletzt aktualisiert: 03.09.2013)